Neues aus der Fraktion: Stärkung der dualen Ausbildung

Hier ein Auszug aus einer aktuellen Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin:

Die Ausbildungsplatzumlage ist ein wirksames Instrument zur Stärkung der dualen Ausbildung
Der Berliner Ausbildungsmarkt befindet sich strukturell in einer angespannten Lage. Die Antworten auf unsere umfangreichen parlamentarischen Anfragen zeigen, dass die geringe Ausbildungsbeteiligung von Berliner Unternehmen kein temporäres Phänomen ist, sondern ein strukturelles Defizit darstellt.

Die Antworten des Senats verweisen zudem auf Branchen, in denen Umlagesysteme bereits etabliert sind. Beispiele aus dem Bauhauptgewerbe, der Pflege sowie dem Schornsteinfegerhandwerk zeigen, dass Umlagemodelle dort zu einer messbaren Steigerung der Ausbildungsverträge geführt haben. Damit widerlegen die Praxisbeispiele die häufig geäußerte Behauptung, eine Umlage sei kein geeignetes Instrument zur Erhöhung der Ausbildungsleistung. Vielmehr belegen sie, dass solidarische Finanzierungsmodelle die Ausbildungsbeteiligung stabilisieren und ausweiten können.

Entgegen der öffentlichen Darstellung der IHK Berlin zeigen die im Rahmen der Anfragen vorgelegten Beispielrechnungen des Senats ein differenziertes Bild: Gerade kleine und mittelständische Betriebe, die bereits ausbilden, würden von einer Ausbildungsumlage profitieren. Denn das System sieht vor, dass ausbildende Betriebe finanzielle Rückflüsse aus dem Umlagefonds erhalten. Unternehmen, die bislang nicht ausbilden, würden hingegen stärker in die Verantwortung genommen. Damit entsteht ein fairer Ausgleich zwischen engagierten Ausbildungsbetrieben und nicht ausbildenden Unternehmen.

Die Schriftlichen Anfragen sind über die Parlamentsdokumentation unter folgenden Links abrufbar:
19/25048
19/25049
19/25050
Unser Ziel: Stärkung der dualen Ausbildung (Foto Freepic / cookie_studio)