Zwischen Krisenbewältigung und Sport-Visionen: Innensenatorin Iris Spranger im Gespräch: Über die Konsequenten nach dem CSD-Anschlag, den Schutz kritischer Infrastruktur und Berlins Ambitionen auf die Olympischen und Paralympischen Spiele

Frau Innensenatorin, der furchtbare islamistische Terroranschlag am 27. Juli auf den CSD bei dem 31 Menschen zum Teil schwer verletzt und eine Frau getötet, hat Berlin und die ganze Bundesrepublik zutiefst erschüttert. Als Innensenatorin steht für Sie die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger an allererster Stelle, das haben Sie in Ihrer Amtszeit immer wieder klargestellt. Wie haben Sie diesen Terroranschlag erlebt, welche ersten Konsequenzen ziehen Sie daraus für die Sicherheitslage und wie stellen wir sicher, dass Berlin wieder eine sicherere Stadt für alle wird?

Iris Spranger: Mich hat diese Tat zutiefst erschüttert. Als ich über den Terroranschlag informiert wurde, bin ich sofort aus dem Urlaub nach Berlin zurückgekehrt, um mir noch am späten Sonntagnachmittag selbst ein Bild vom Tatort zu machen. Dieser schreckliche islamistische Anschlag war ein Angriff auf unsere Stadt, auf unsere Lebensweise, auf Offenheit und Vielfalt und auf die Werte unserer freiheitlichen Demokratie. Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie der Verstorbenen, den Verletzten und ihren Angehörigen. Allen Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. Zugleich danke ich den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten, den Feuerwehrleuten, den Rettungskräften, den Ärztinnen und Ärzten sowie allen Helferinnen und Helfern. Sie haben schnell, besonnen und professionell gehandelt. Da zeigt sich, wie gut unsere Einsatzkräfte sind. Mein Dank gilt auch den Verantwortlichen des Christopher Street Day und allen Teilnehmenden, die den Anweisungen der Einsatzkräfte vorbildlich gefolgt sind.

Die Öffentlichkeit hat selbstverständlich ein Recht darauf zu erfahren, wie genau die Tat abgelaufen ist und was den Sicherheitsbehörden im Vorfeld bekannt war. Gleichzeitig bitte ich um Verständnis, dass ich wegen der laufenden Ermittlungen des Generalbundesanwalts zu den Hintergründen derzeit nur sehr eingeschränkt Stellung nehmen kann. 

Zu den polizeilichen Maßnahmen im Vorfeld möchte ich aber eines klar sagen: Am 12. Mai 2026 wurde der Tatverdächtige durch das Amtsgericht auf Grundlage des Jugendstrafrechts zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Diese Strafe wurde für eine sechsmonatige Vorbewährung gemäß § 57 Jugendgerichtsgesetz ausgesetzt. Das führte anschließend zu seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft.

Auf diese richterliche Entscheidung hat die Polizei Berlin unmittelbar reagiert. Nach der Haftentlassung wurden engmaschige polizeiliche Maßnahmen gegen den Tatverdächtigen durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem Gefährderansprachen, Kontaktgespräche, verdeckte Maßnahmen sowie Observationen.

Diese Maßnahmen wurden fortlaufend überprüft und angepasst, auch weil der Tatverdächtige zwischenzeitlich ein unauffälliges Verhalten zeigte. Bei Menschen, die keine Anzeichen für die Vorbereitung von Straftaten zeigen, können wir nicht fortlaufend die maximalen Maßnahmen fahren. Das ist die Rechtslage. Wichtig ist mir aber zu betonen: Es blieb nicht bei einzelnen Kontakten. Es wurden weiterhin intensive polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, und der Tatverdächtige stand unter enger Beobachtung.

Der Anschlag macht auf schmerzliche Weise deutlich, wie wichtig umfassende und zugleich praxistaugliche Befugnisse für unsere Sicherheitsbehörden sind. Schon bei der Novellierung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes wurde diskutiert, dass die rechtlichen Hürden für den Einsatz der elektronischen Fußfessel bei Gefährdern nach § 29b ASOG sehr hoch sind. Deshalb sollten wir darüber sprechen, ob in Fällen, in denen sich die Sicherheitsbehörden einig sind, dass es sich um einen Gefährder handelt, unverzüglich ein gerichtlicher Antrag auf Anordnung einer elektronischen Fußfessel gestellt werden kann. Absolute Sicherheit wird es nie geben. Aber wir müssen alles tun, um Risiken zu minimieren und unsere Stadt bestmöglich zu schützen. Berlin lässt sich durch Gewalt und Terror nicht einschüchtern.

Blicken wir auf die gesamte Spanne Ihrer Amtszeit: Welche Themen in Ihrem Aufgabenbereich Inneres waren Ihnen in der aktuellen Legislatur neben den aktuellen Krisenlagen besonders wichtig?

Iris Spranger: Ein wesentliches Augenmerk lag und liegt für mich auf der Stärkung und Modernisierung der Einsatzkräfte der Polizei Berlin und der Berliner Feuerwehr. Um diesen optimalen Rückhalt und beste Arbeitsbedingungen zu bieten, wurden gezielt Ausbildungszahlen erhöht sowie in die Einführung von Bodycams, moderne Schutzausrüstung, den Fuhrpark und viele Millionen Euro in die Sanierung von Dienststellen investiert. Eines der für mich bedeutenden Projekte ist der Neubau des Kriminaltechnischen Instituts und der Berliner Feuerwehr und Rettungsakademie. Zum anderen wurde der Katastrophen- und Zivilschutz gemeinsam mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) ausgebaut. Wir haben Warnsysteme modernisiert über 400 Warnsirenen installiert. Wir haben das Ehrenamt gestärkt und Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen sowie Cyberangriffe vorangetrieben. Schließlich bildete die konsequente Kriminalitätsbekämpfung – unter anderem gegen Clankriminalität und Extremismus – zusammen mit einer nachhaltigen Präventionsarbeit gegen Jugendgewalt und für den Opferschutz vor allem bei der Häuslichen Gewalt einen weiteren Pfeiler, um den Schutz der Demokratie und das Vertrauen in die innere Sicherheit der Hauptstadt vorausschauend abzusichern.

Anfang des Jahres gab es einen Anschlag auf das Berliner Stromnetz. Sie und Franziska Giffey haben die Krise gemeistert. Was tut der Senat für die Krisensicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen in Zukunft?

Iris Spranger: Der Anschlag auf das Stromnetz hat uns eindringlich vor Augen geführt, wie verwundbar moderne Metropolen sind und wie essenziell eine widerstandsfähige Infrastruktur für das Funktionieren unserer Stadt ist. Um Berlin für künftige Krisen noch robuster aufzustellen, verfolgen wir im Senat einen klaren und umfassenden Ansatz, der bei der Prävention ansetzt und bis zur konkreten Notfallvorsorge vor Ort reicht. Damit der Katastrophenschutz in den Bezirken leistungsfähiger wird, habe ich in  jeden Bezirk zwei zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt. Bislang gab es maximal eine volle Stelle für den Katastrophenschutz pro Bezirk, oft weniger.

Gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und den Betreibern kritischer Infrastrukturen haben wir die Schutzmaßnahmen für sensible Einrichtungen – von Umspannwerken über die Wasser- bis hin zur Datenversorgung – nochmals spürbar geschärft. Das bedeutet sowohl einen intensiveren Objektschutz als auch den gezielten Einsatz modernster Überwachungstechnik. Parallel dazu setzen wir die Vorgaben des KRITIS-Dachgesetzes konsequent um, um die Betreiber zu strengen Risikoanalysen und verbindlichen Resilienzplänen zu verpflichten.

Als ich angetreten bin, hatten wir große Schwierigkeiten im Rettungsdienst. Mit unserer Reform des Rettungsdienstgesetzes konnten wir die die Situation entspannen und Rettungsdienste im Alltag entlasten. Rettungswagen rücken jetzt durch neue Notfallkategorien gezielter aus.

Zudem stärken wir unsere Einsatzkräfte, indem wir kontinuierlich in die Ausstattung von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen investieren und die Notstromversorgung für kritische Orte wie Krankenhäuser weiter ausbauen. Damit die Berlinerinnen und Berliner im Ernstfall schnell Hilfe und Informationen erhalten, entwickeln wir zudem das Netz der Katastrophenschutz-Leuchttürme in den Bezirken flächendeckend weiter. 

Sie sind nicht nur Innen-, sondern auch Sportsenatorin. Vor welchen zentralen Aufgaben steht der Berliner Sport aktuell und wie wollen Sie Breitensport, Infrastruktur und Großveranstaltungen unter einen Hut bringen?

Iris Spranger: An erster Stelle steht natürlich unsere Vision für Olympische und Paralympische Spiele. Mit dem Konzept „BERLIN+“ rücken wir eine nachhaltige und tragfähige Bewerbung in den Mittelpunkt unserer sportpolitischen Dialoge. Wir wollen zeigen, dass wir Großveranstaltungen modern, transparent und mit echtem Mehrwert für die Stadt gestalten können. 

Damit das gelingt, brauchen wir ein starkes Fundament – und das ist unsere Sportstätten und Infrastruktur. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt daher ganz konkret auf der Sanierung, Modernisierung und dem nachhaltigen Ausbau von Berliner Sportanlagen und Hallen. Vom Kiez-Sportplatz bis zur Multifunktionshalle müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Wir greifen dabei auf die bestehende Sportinfrastruktur zurück, die wir für die Olympischen Spiele entsprechend umbauen können. Das nenne ich ein nachhaltiges Konzept.

Zudem ist mir die Verbindung von Inklusion und Vielfalt ein wichtiges Anliegen. Wir haben mit Großereignissen wie den Special Olympics World Games 2023 gezeigt, was möglich ist. Programme wie „Inklusion ’23“ führen wir nachhaltig weiter, um den Para- und Behindertensport dauerhaft in unserer Stadtgesellschaft zu stärken und Barrieren in den Köpfen wie auf den Sportplätzen abzubauen.

Ein starker Sportstandort lebt nicht zuletzt von der Basis. Deshalb fördern wir gleichermaßen den Breiten- und den Spitzensport. Das reicht von der verlässlichen Unterstützung unserer ehrenamtlich geführten Vereine und einer gezielten Nachwuchsarbeit bis hin zur gezielten Stärkung von Mannschafts- sowie modernen Trend- und Urbansportarten.

Vielen Dank für das Interview! 

Ihr WM-Planer 2026 zum Herunterladen ist da!

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
am Donnerstag, den 11. Juni 2026, startet die Fußball-WM. Damit sie auch ordentlich mitfiebern können und stets alle Ergebnisse auf einem Blick haben, biete ich Ihnen sehr gerne meinen WM-Planer 2026 zum Download an.

Mit dem WM-Planer bleiben Sie immer am Ball!

Ich wünsche Ihnen und uns eine erfolgreiche und spannende Fußball-WM 2026!

Herzlichst,

Iris Spranger, MdA

8. März ist Internationaler Frauentag: Wir setzen auf Prävention und Schutz von Frauen vor Gewalt

Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Iris Spranger, MdA und Senatorin für Inneres und Sport: „Seit 2019 ist der Internationale Frauentag in Berlin Feiertag – durch meine Initiative und mit breiter Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner. Dieser Schritt war ein klares Bekenntnis für die Gleichstellung von Männern und Frauen.“

Iris Spranger weiter dazu: „Die Sicherheit von Frauen ist und bleibt für mich ein zentrales Thema. Nie zuvor hat Berlin so viel in die Prävention und den Schutz von Frauen vor Gewalt investiert wie jetzt. Wir fördern beispielsweise mit 16 Mio. Euro zusätzliche Frauenschutzplätze. Das ist notwendig, um betroffene Frauen und ihre Kinder angemessen zu schützen. Auch durch unsere umfassende Modernisierung des Berliner Polizeirechts, dem sicherheitspolitischen Kernstück unserer Koalition, werden Frauen deutlich besser vor Gewalt von Partnern oder Ex-Partnern geschützt. Besonders wichtig ist mir, dass wir mit dieser Reform den Opferschutz nachhaltig stärken. Prävention und Intervention werden eine viel größere Rolle spielen.“

Ein zentraler Punkt ist die Einführung der elektronischen Fußfessel nach dem „Spanischen Modell“. Sie gibt dem Opfer die Möglichkeit ein Warnsystem bei sich zu führen, welches einen Alarm meldet und die Polizei informiert, wenn sich der Gefährder nähert. Das ist ein wichtiger Beitrag, um ein Annäherungsverbot wirksam durchzusetzen. In Spanien wird diese Art der elektronischen Fußfessel seit 2009 eingesetzt, um gewalttätige (Ex-)Partner zu überwachen. Dort hat sich diese Maßnahme in der Praxis als sehr erfolgreich erwiesen, um Femizide zu verhindern. 

Darüber hinaus erhalten Fallkonferenzen eine klare polizeirechtliche Grundlage. Hier tauschen sich die Polizei und andere involvierte Stellen aus, um bei häuslicher Gewalt zu intervenieren und Opfer zu schützen.

Künftig können Wohnungsverweisungen jetzt auf bis zu 28 Tage verlängert werden. Das entspricht einer Verdoppelung der Frist und bringt eine große Entlastung für betroffene Frauen mit sich. Sie haben dann deutlich mehr Zeit, um beim Familiengericht aktiv zu werden. 

Iris Spranger erklärt abschließend: „Der Frauentag gibt uns jedes Jahr Anlass für eine Bilanz. Wir haben schon sehr viel erreicht. Doch in einigen Bereichen müssen wir uns weiterhin kraftvoll und vereint für gleichwertige sowie sichere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen einsetzen. Ich wünsche allen Frauen von Herzen einen schönen Tag, an dem sie sich mit Stolz auf ihre Lebensleistung feiern lassen sollen.“

Hinweis: Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 016 Beratung – anonym und kostenfrei.

Neues Kleingartenflächensicherungsgesetz: Meilenstein fürs Stadtgrün

Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, wurde in der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin das Kleingartenflächensicherungsgesetz verabschiedet. Als erstes Bundesland schützt Berlin nun dauerhaft durch ein Gesetz die Kleingärten auf landeseigenen Flächen. Insgesamt gibt es in Berlin über 70.000 Kleingärten, davon befinden sich mehr als 56.000 auf landeseigenen Flächen, das entspricht mehr als 80 Prozent. 

Iris Spranger, MdA und Senatorin für Inneres und Sport: „Mit dem Kleingartengesetz sichern wir die Zukunft der meisten Kleingärten Berlins und setzen ein starkes Zeichen für den Erhalt unseres Stadtgrüns. Sie werden dauerhaft vor einer Flächenreduzierung geschützt; eine Umwidmung ist nur in besonderen Ausnahmefällen möglich. Gerade in unserer wachsenden Stadt haben die Kleingärten eine Schlüsselrolle für die aktiven Gärtnerinnen und Gärtner ebenso wie für die Menschen in der Umgebung. Es gibt jahrelange Wartelisten – das zeigt, wie beliebt und gefragt die Schrebergärten sind.“

In Zukunft sind die Hürden einer Umwidmung sehr hoch: Es muss ein überzeugendes öffentliches Interesse geben, das Abgeordnetenhaus muss seine Zustimmung geben und es müssen Ersatzflächen in gleicher Größe im Einzugsbereich zur Verfügung gestellt werden. Solche besonderen Ausnahmen für eine Umwidmung kann es nur geben, wenn es um die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum oder sozialer Infrastruktur geht. 

Der Erhalt der grünen Oasen ist nicht nur für die Gärtnerinnen und Gärtner vor Ort eine sehr gute Nachricht. Die Kolonien haben eine wichtige soziale Funktion, sind Treffpunkt für Jung und Alt und Ort der Erholung für Familien wie Rentnerinnen und Rentner. Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, der Umweltbildung, zur frischen Luft und tragen zur Kühlung in heißen Sommern bei. Und sie haben in Berlin eine lange Tradition: Seit 150 Jahren gehören sie zur Geschichte der Stadt.

Gedeckelt!

Atempause für Berlins Mieterinnen und Mieter

Die Idee der Berliner SPD einen Mietendeckel einzuführen, ist nun beschlossene Sache. Der Senat verabschiedete am 18. Juni 2019 dazu die notwendigen Eckpunkte. Damit sind nun für fünf Jahre Mieterhöhungen in den meisten Berliner Wohnungen ausgeschlossen.

Es ist sehr erfreulich, dass es nun eine Atempause gibt und sich die Preisspirale von Mietwohnungen erstmal deutlich langsamer drehen wird.

Alle Informationen zum Mietendeckel erhalten Sie auf der Themenseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Sollten Sie in den letzten Wochen eine Mieterhöhung erhalten haben, so sollten Sie dieser erst nach einer eingehenden Beratung, beispielsweise bei den kostenfreien Beratungsstellen, zustimmen.

Im Parlament: Mieter besser schützen

In der PLenarsitzung am Donnerstag, den 25. Januar 2018 diskutierten wir u.a. über den Schutz von Mieterinnen und Mietern sowie die Erhaltung und Schaffung von neuem bezahlbarem Wohnraum.

Meine Rede am 25.1.2018: RBB „Im Parlament“ – Mieter besser schützen – Preiswerten Wohnraum erhalten

Presse:
Berliner Zeitung: GroKo-Verhandlkulungen – Das will Michael Müller für Mieter rausholen; 25. Januar 2018

In Parlament: Preiswerten Wohnraum erhalten

In der Plenarsitzung am 19. Oktober 2017 diskutierten die Abgeordneten u.a. über die Sicherung von preiswertem Wohnraum in Berlin.

Basierend auf dem Antrag der Regierungsfraktionen von SPD, Linke und Grünen zum Mieterschutz soll u.a. die sich bisher als „zahnlos“ erwiesene Mietpreisbremse entfristet werden. Unser Ziel ist es zudem, die Modernisierungsumlage auf 6% zu begrenzen und den Wohnungsmarkt in Berlin durch konkrete Maßnahmen zu entlasten, um so den Anstieg der Mieten zu drosseln.

Das Maßnahmenbündel geht einher mit den Vorschlägen, die wir in der Pressemitteilung vom 18. Oktober 2017 erläutert haben.

Link zum Redebeitrag in der 16. Sitzung am 19. Oktober 2017: Mieterschutz – Preiswerten Wohnraum erhalten

Stadtteiltag

Am 9. Oktober 2017 findet mein Stadtteiltag in Mahlsdorf statt. Ich würde mich sehr freuen, Sie zu einer der Veranstaltungen begrüßen zu können.

Link zum Veranstaltungsflyer (in Kürze)

Hellersdorfer Zeitung: Bezirk profitiert von Senatsplänen

Gute Nachrichten von der Klausurtagungdes Berliner Senats im Januar! Unter anderem ging es darum, wie das Sondervermögen „Infrastruktur der wachsenden Stadt“ aus dem Finanzierungsüberschuss des Jahres 2014 (413 Millionen Euro) ausgestattetwerden
kann. Das Geld soll vorrangig in Schulen, Bäder, den Wohnungsbau, Sportstätten und Krankenhäuser investiert werden.
Weil jetzt der Bund das Bafög für Studierende übernimmt, stehen dem Berliner Haushalt 66 Millionen Euro jährlich mehr zur Verfügung. Ein Drittel davon soll für Mehrkosten im Hochschul- und Schulbereich verwendet werden, zwei Drittel für bauliche Maßnahmen an Hochschulen und Schulen. Im Haushalt 2016/2017 wird ein Sanierungsprogramm
für Schultoilettenverankert (12 Millionen Euro). Und es soll Wohnraum für bis zu 5000
Studierende geschaffen werden. Desweiteren erhielt die alte SPD-Forderung endlich Aufwind, dass eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in sozialen Erhaltungsgebieten nur noch mit Genehmigung möglich ist. Für Berlin als „wachsende Stadt“ werden zusätzliche Stellen in den bezirklichen Bürgerämtern geschaffen (siehe auch Seite 8 in dieser „Hellersdorfer“). Die Plänedes Senats kommen auch Marzahn-Hellersdorf zu Gute, etwa im Bereich der Kitas und Schulen.
Iris Spranger, SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Hellersdorfer Zeitung – Bezirk profitiert von Senatsplänen – Februar 2015

SPD dankt Klaus Wowereit

Der Landesvorstand der Berliner SPD hat dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit für die geleistete Arbeit seinen Dank ausgesprochen. Auf einer Sondersitzung des Landesvorstands würdigte auch die stellvertretende Landesvorsitzende Iris Spranger seine Verdienste.
Berlin stehe heute wesentlich besser da, als zu Beginn der Ära Wowereit. Die Stadt sei insgesamt auf einem guten Weg, die Wirtschaft wachse deutlich und der Haushalt sei konsolidiert. Das hätte mitten im Bankenskandal 2000/01 kaum jemand für möglich gehalten.
Der Landesvorstand der Berliner SPD sprach sich einstimmig für ein verbindliches Mitgliedervotum zur Bestimmung des Nachfolgers oder der Nachfolgerin von Klaus Wowereit aus. Dazu wird ein geordnetes und transparentes Verfahren festgelegt, über das auf der regulären Sitzung des SPD-Landesvorstands am 1. September entschieden werden soll.
Die SPD werde auch nach dem Rücktritt von Klaus Wowereit geschlossen und verlässlich ihren Regierungsauftrag erfüllen, so der SPD-Landesvorstand. Die SPD sei der Garant dafür, dass die wachsende Stadt Berlin sozial gerecht gestaltet wird.

Zweckentfremdungsverbotsverordnung

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat den Weg frei gemacht: Ab 1. Januar 2014 können Ferienwohnungen verboten werden. Für Iris Spranger ein wichtiger Schritt: „An erster Stelle steht die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit bezahlbarem Wohnraum.“ Mit der Verordnung tritt eine Regelung in Kraft, die verhindern soll, dass dringend benötigter Wohnraum dem unter Druck geratenen Wohnungsmarkt entzogen wird. Das war und ist u.a. einer der Gründe, warum die Mieten in Berlin stetig steigen.

Wichtig: Ferienwohnungen müssen künftig angemeldet werden. Nach einer Übergangsfrist obliegt es dann den Bezirken, ob sie Genehmigungen erteilen oder nicht. Ferienwohnungen müssten andernfalls wieder in dauerhaft vermietete Wohnquartiere umgewandelt werden.

Keine Sorgen bräuchten sich Teilnehmer von Wohnungs-Sharing-Portalen machen: Denn das Verbot gelte nicht „für die Überlassung von Wohnraum durch befristete Mietverträge an Personen, die ihren Lebensmittelpunkt für einen begrenzten, in der Regel längeren Zeitraum, nach Berlin verlagern (beispielsweise entsandte Arbeitnehmer, Au-pair-Mädchen, Schauspieler, Botschaftsangehörige, Stipendiaten, Praktikanten etc.)“ Iris Spranger begrüßte diese Regelung.

Pressebereichte:

Iris Spranger und die SPD Marzahn-Hellersdorf bedanken sich für Ihre Stimme

Unsere Bundestagskandidatin Iris Spranger und die SPD Marzahn-Hellersdorf bedanken sich bei allen Wählerinnen und Wähler für Ihre Stimme sowie Unterstützung!

Bei Fragen oder Problemen steht Ihnen Iris Spranger natürlich weiterhin zur Verfügung.
Die Kontaktaufnahme ist über die Telefonnummer 030 99401015 oder über das SPD Kreisbüro am Blumberger Damm 158, 12679 Berlin möglich.

Am Sonntag SPD wählen!

Gleiche Renten in Ost und West, bezahlbare Mieten sowie Arbeit und Ausbildung für alle Jugendlichen – das sind Schwerpunkte, mit denen SPD-Bundestagskandidatin Iris Spranger in Marzahn-Hellersdorf auf individuelle Weise wirbt. Zahlreiche meterhohe Plakataufsteller, die diese Themen transportieren, wurden jetzt auf publikumsträchtigen Flächen im Bezirk positioniert. „Wir wollen damit im Wahlkampfendspurt die Wähler noch gezielter auf wichtige soziale Kernthemen der SPD aufmerksam machen“, sagt Iris Spranger, die auch stellvertretende Landesvorsitzende ist. In Marzahn-Hellersdorf ist es für die SPD im Bundestagswahlkampf nicht leicht. Denn dort hat Petra Pau (Die Linke) seit mehreren Perioden das Direktmandat gewonnen.   

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SPD-Wahlkampfabschluss mit Peer Steinbrück und Geburtstagsblumen für Berliner Kandidatin Iris Spranger

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die SPD noch einmal auf die Bundestagswahl eingeschworen. „In vier Tagen können Sie die tatenloseste, rückwärtsgewandteste, zerstrittenste, aber vollmundigste Bundesregierung seit der deutschen Wiedervereinigung loswerden“ sagte Steinbrück zum Wahlkampfabschluss der SPD auf dem Berliner Alexanderplatz.  

Er rief gleichzeitig die Menschen eindringlich auf, am Sonntag tatsächlich zur Wahl zu gehen. „Gehen Sie wählen, machen Sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch.“ Wie zerstritten CDU, CSU und FDP seien, lasse sich gerade bei der Zweitstimmendebatte verfolgen, betonte Steinbrück. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warf er Untätigkeit vor. Erneut stellte er klar, dass er als Regierungschef spätestens im Februar 2014 einen gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn eingeführt haben.  

Die Berliner Bundestagskandidatin Iris Spranger, die heute Geburtstag hatte, erhielt auf der Bühne einen Blumenstrauß vom Landesvorsitzenden Jan Stöß. In Feierlaune waren nicht nur die Kandidaten – nach einem intensiven Wahlkampf.  

Steinbrück betonte, dass er unmittelbar nach seiner Wahl das Betreuungsgeld abschaffen und das Geld stattdessen in Kitas, frühkindliche Bildung und Erzieher stecken wolle. Zudem werde er gleich zu Beginn seiner Kanzlerschaft den Grundsatz gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit in Deutschland durchsetzen.  

Kulturell umrahmt wurde der Wahlkampfabschluss unter anderen vom Schlagerstar Roland Kaiser, der selbst seit mehr als zwanzig Jahren Mitglied der SPD ist.  

Der Partei für Deutschland (AfD) warf Steinbrück Europafeindlichkeit vor. „Was diese AfD uns in Aussicht stellt, ist der Zerfall und die Gefährdung der europäischen Einigung und des Wirtschaftsstandortes Europa.“ Europa sei die Antwort auf die Katastrophen des 20. Jahrhunderts. „Das setzt man nicht populistisch aufs Spiel.“ Zudem könne Deutschland selbst auch nur mit europäischen Partnern funktionieren. Eine Wiedereinführung der D-Mark nannte er auch ökonomisch sinnlos. „Das wird unsere Exportindustrie kaputtmachen.“  

SPD-Bundestagskandidatin Iris Spranger bei „Wir im Kiez“ in Hellersdorf

Der Alice-Salomon-Platz im Bezirk Marzahn-Hellersdorf stand am Montag Nachmittag im Zeichen der Politik. Eingeladen hatte die SPD. Ihr Ziel: Die Partei will im Rahmen der Tour „Wir im Kiez“ mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, der Bundestagskandidatin ihre Sorgen und Wünsche mit auf den Weg zu geben. Auf die Bühne kamen neben Iris Spranger auch der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß, der Chef der Senatskanzlei Björn Böhning und Rudi Kujaht, Geschäftsführer der Sophia GmbH. Iris Spranger, die den Bezirk bereits im Abgeordnetenhaus vertritt, sagte, sie wolle auch künftig dafür sorgen, dass soziale Projekte im Bezirk gefördert werden. Sie seien ein wichtiger Beitrag, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu gewährleisten. „Ich lebe seit 35 Jahren in diesem Bezirk und kenne ihn wie meine Westentasche. Wir werden nicht locker lassen damit diese Arbeit weitergeführt werden kann!“, sagte Spranger. Jan Stöß ging auf das Thema Ost-West-Renten ein: „22 Jahre nach Wende darf die Höhe der Rente nicht davon abhängig sein auf welcher Straßenseite man wohnt.“ Iris Spranger ergänzte, dass die Miete und die Kinderbetreuung der Kleinen für viele Familien vor Ort drängende Probleme sind: „Ich kämpfe dafür, dass wir unsere Kleinsten in die Kita kriegen. Es kann nicht alles auf die Eltern abgewälzt werden. Hier hat der Staat eine Verantwortung!“ Sie sprach auch das Thema Flüchtlingsheim und den Kampf gegen rechts an: „Die Situation im Bezirk muss sich wieder beruhigen. Viele von den NPDlern wohnen noch nicht einmal hier, aber bringen ihn durch ihre Hetze in Verruf. Wir stehen selbstverständlich an der Seite der schutzsuchenden Flüchtlinge, aber vor allem wollen wir das beide – AnwohnerInnen wie Flüchtlinge – die Chance erhalten einander besser kennenzulernen. Das wird auch unseren lebenswerten Bezirk Marzahn-Hellersdorf voranbringen.